SKIN YARD LOVESLUG —> Psychoriflepowerhypnotized / Live / Loser bar


Dreh den Bass lauter, Honey!
Hier mal eine Single aus der Zeit als Nirvana, Soundgarden und so noch aktiv waren. Skin Yard waren einer dieser Bands, die wirklichen Freunden der anarchistischen und “mach-mal” Richtung durchaus bekannt sein dürften. So hat das Bandmitglied Matt Cameron bei Soundgarden und Pearl Jam die Trommeln gerührt. Und Jack Endino ist eh eine Legende. Nicht zuletzt Bill Gates hat ihn mal für einen Sound engagiert. But back to music!
Hier wird der Bass noch tiefhängend gespielt und es gibt auch wirklich keine Gnade. Es ist zwar kein Metallica (sorry no Links) oder ProPain
(Sorry no Links) Bass, der irgendwie angreift aber gleichzeitig hört man die typische Grunge Stimme. Also ein wahrer Rock´n´Roll Hexenkessel, der als Zutaten Hardcore, Metal und Rock besitzt. Nett und dennoch ein teuflisches Gebräu.
Die zweite Band LoveSlug, ein niederländisches Produkt, ist ein feines Mischmasch aus zahlreichen Einflüssen. So gibt es eine Prise Hardcore á la Biohazard gepaart mit der seeligen Unruhe von Bands wie Fugazi. Leider ist diese Band ohne jede Aufmerksamkeit in den niederländischen Poldern untergegangen.

Videos oder andere Seiten als die genannten habe ich leider nicht gefunden!

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WINSON 45mal/Minute

Gepresster Wortwitz zum Kippenpreis
Ein junger Man geht nach Berlin und macht Musik. Eine tausendfach erzählte Geschichte. Doch dieser Mann, Winson, macht es prima. Erfolge hat er auch vorzuweisen, sodass die Mutti beruhigt sein kann, dass der Junge auch was zu essen und ein Dach über dem Kopf hat. Und jetzt kommt eine Single aus seiner Musikwerkstatt. “45 mal/Minute” heißt das schöne schwarze Kleinod aus Erdöl und Rillen. Die Scheibe ist rau und klingt ein wenig nach musikalischer Frustbewältigung in Bezug auf die Markmechanismen der Plattenindustrie. Ein fiktiver Mr Schulz (by the Way: Olli Schulz & der Hund Marie) beginnt gleich am Anfang mit einem netten Gespräch mit Winson und sagt ihm, wie er sich am besten verkauft. Es ist schon nett, die Single auf dem Plattenspieler zu packen und dann ganz laut “Ich dreh mich 45 mal / Minute und möchte keine Single sein!”. Außerdem kann man exzellent rumspaggen zum Song und ihn vielleicht als Soundtrack zum wöchentlichen WG-Toiletten-Putz nutzen! Danke Winson.

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THE RACONTEURS —> Steady as she goes


Einfach mal so eine Band gründen und erfolgreich sein
Jack White scheint die Arbeit bei “The White Stripes” nicht auszureichen oder er möchte auch mal etwas ohne seine Schwester. Dann kennt er zusätzlich noch ein paar andere musikalische Talente und was liegt da näher eine Band zu gründen. So sind Brendon Benson, Jack Lawrence & Patrick Keeler für diese Gruppe eingesammelt worden und gehen gemeinsam mit Jack White auf die musikalische Reise. “Steady as she goes” wurde erkoren als Vinyl Single zu erscheinen und Jim Jarmusch wurde die Aufgabe übertragen das Video zu drehen.
Wir bewegen uns bei “Steady as she goes” auf dem gewohnten Terrain von Indie, Blues und Alterntive. Gerade heraus ist das Liedchen. Schön aufs Schlagzeug dreschen und die Gitarren immer mal dröhnen lassen. Mit einer Vielfalt von Riffs ist nicht zu rechnen. “Steady as she goes” ist gut gemachte amerikanische Indie, Blues Mukke.

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DEPECHE MODE —-> John the Revelator (U.N.K.L.E. Dub) / Lilian (Robag Wruhme Soloschen Kikker)


Zwei Seiten einer Single – einmal gut & einmal naja
Depeche Mode lassen ja gerne ihre Titel durch den elektronischen Sumpf ziehen, um dann zu sehen, was die musikalische Moorleiche hergibt. Aus dem Album “Angel” haben die Briten freundlicherweise die Single “John the revelator” von den Herren U.N.K.L.E. durch den elektronische Mischer schieben lassen. Herausgekommen ist eine völlig entfremdete Version des Liedes. Da es ein Dub Mix ist, wird auf den Gesang von Dave Gahan verzichtet und auch die Düsterheit des Originals wird durch spacige Sounds ersetzt. Das Tempo ist tanzbar und das einzige was U.N.K.L.E. übrig gelassen haben, ist der Gitarrenriff. Nett aber nicht wirklich überzeugend.
Die andere Seite der Picture Single wird von Robag Wruhme aka Gabor Schablitzki oder DJ Gabor bestritten. Der illustere Mann, sonst eher auf dem Tanzfloor für Minimal zu finden, nimmt sich “Lilian” zur Brust. Und Robag ist so nett und packt Gahans Gesang in ein neues Kleid. Aber er vernichtet nicht die Atmosphäre des Originals. So kommt ein Bombenspaß heraus und das zum Preis einer Hamburger HVV Tageskarte. Letzte Single von DJ Gabor war übrigens “Guppipeitsche”.

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DEPECHE MODE —-> A Pain that i´m used to – Goldfrapp Remix / Newborn – Foster Remix by Kettel

Die “Sonntag-7 Uhr-Hamburger-Fischmarkt-Zeit” Platte
Vorbei der Rausch der Nacht! Wir wollen alle ein bisschen entspannen und locker sein. Dann empfiehlt sich diese Single. Der Goldfrapp Remix von “A Pain that I´m used to” schickt den Hörer zum Blumenpflücken auf die virtuelle Wiese, die getränkt ist mit Sounds, die das sonntägliche Brennen in den Augen nicht so schlimm wirken lassen. Der Vodocooder wird angeschmissen, um Dave Gahans Stimme nicht so böse und bedrohlich klingen zu lassen. Merke: Auf die Hörrichtung kommt es an. Deshalb wird bei diesem Remix das Tempo auch herausgekommen, um es der Nachteroberung zu reichen. Nett, geschmeidig aber leider tageszeitabhängig.
Die zweite Seite wird bestritten von Kettel, einem jungen Mann aus der schönen Stadt Groningen. Aus dieser Stadt stammt im Übrigen auch Anton Corbijn, der Art-Director von Depeche Mode. Auch er nimmt einen Song unter seine elektronischen Fittche und ganz nach seiner Vorliebe, die da Ambiente heißt, füllt er den Platz zwischen den Pausen mit entspannenden Sounds.

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BLOC PARTY —-> The Pioneers

Kann Leben wirklich einfach sein?

Ich muss ja zugeben, dass ich nicht wirklich einen objektiven Bericht über Bloc Party schreiben kann. Die Jungs gefallen mir einfach zu sehr. “The Pioneers” fängt schon sehr kindlich an: “Was kaputt geht, kann auch repariert werden.” So die grobe deutsche Übersetzung. Gibt es also Hoffnung? Und dazu noch ein Sound, der mich an den Teddy erinnert, der mich mittels verinnerlichter Spieluhr in den Schlaf gesungen hat. Doch leider funktioniert das Leben so nicht und deshalb “All you need is time!”. Ein schöner Song vom ersten Album “Silent Alarm”. Und noch schöner die Picture Single in limitierter Auflage.
Auf der zweiten Seite ist ein soundtechnisches Gebilde, dass die oftmals geäußerte Aussage der Band “You can dance if you want to (“She hearing voices” Live-Version) sehr schweißtreibend unterstreicht. James Ford, Mitglied der Band Simian Mobile Disco, hat den Soundwolf angeworfen und herauskommt eine Mische, die in die Beine geht. Nett natürlich auch das Comic-Video. (s.u.)


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